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Lokalgeschichtliches Bilder- und Lesebuch
"Fluntern erzählt"

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Neue Artikel:
• «Der Wein – Flunterns Grundnahrungsmittel» (Link)
• «Regula Engel – Mutter Courage von Fluntern» (Link)
• «Wer vom Krieg will leben» Zum Söldnerwesen in der Schweiz (Link)




Philipp Schwartz-Gedenktafel enthĂĽllt: Plattenstrasse 52

Neu saniertes «Atelierhaus» für die Atelierschule, die Mittelschule der Rudolf Steiner Schulen

Am 2. November 2019 enthĂĽllte Cornelius Bohlen am frisch renovierten Haus Plattenstrasse 52, das kĂĽnftig als Atelierhaus der Atelierschule ZĂĽrich genutzt werden wird, eine Gedenkplatte fĂĽr Philipp Schwartz.

zum Vergrössern Foto anklicken

Philipp Schwartz – eine Odyssee mit Zivilcourage

Seit dem 2. November 2019 erinnert uns die neue Gedenkplatte am nun in auffälligem Rot erstrahlenden und prächtig renovierten Haus Nr. 52 an den jüdischen Mediziner und Neuropathologieprofessor Philipp Schwartz, der – nach seiner Entlassung an der Uni Frankfurt selbst auf der Flucht – anderen Wissenschaftlern und ihren Familien die Ausreise aus dem totalitären Deutschland und damit die Rettung vor Verfolgung und Vernichtung ermöglichte.
Schwartz war im April 1933 mit der Familie zu seinem Schwiegervater Sinai Tschulok in die Plattenstrasse 52 gezogen, der als Biologe in diesem Haus die Tradition der Hochschulvorbereitungsschule weitergefĂĽhrt hatte.
Gleich zu Beginn seines kurzen Aufenthalts in Fluntern initiierte Schwartz eine «Zentralberatungsstelle für deutsche Gelehrte». Eine Notiz in der NZZ vom 16.5.1933 zeugt davon.

Zusammen mit zahlreichen ebenfalls entlassenen Forschern wie dem nachmaligen Physiknobelpreisträger Max Born und dem späteren Chemienobelpreisträger Fritz Haber, beide in Cambrige, entwickelte Schwartz daraus die «Notgemeinschaft der deutschen Wissenschaft», eine Selbsthilfeorganisation zur Vermittlung von Arbeitsplätzen für die stellensuchenden Wissenschafter, von der bald hunderte Universitätsmitarbeiter aus Deutschland profitierten.
Philipp Schwartz selbst ging bald nach Istambul, wo er das Institut für Pathologie der dortigen Universität leitete, bevor er 1951 an der Universität in Frankfurt wieder den Titel (jedoch nicht die Stelle) eines ordentlichen Professors zuerkannt erhielt und 1954 in die USA weiterzog. 1977 starb Philpp Schwartz in Florida; seine Urne wurde im Friedhof Fluntern beigesetzt.
Schwartz-Tschulok-Grab.jpg
Martin Kreutzberg vom Quartierverein hatte in Kontakt mit der Tochter Susanne Ferenz-Schwartz und der Stadt ZĂĽrich erreicht, dass Schwartz 2013 mit einem Ehrengrab gewĂĽrdigt wurde.

Kreutzbergs weiteres Engagement führte nun schliesslich am 2. November dazu, dass die Atelierschule, die Mittelschule der Rudolf Steiner Schulen, am «Atelierhaus» die Gedenkplatte , ausgeführt von Bildhauser Nino Fenaroli, enthüllen konnte.
Der Quartierverein Fluntern dankt allen Beteiligten und Verantwortlichen herzlich.

Weiteres zu Philipp Schwartz (19.07.1894–1.12.1977) auf unserer Partner-Seite ‹Fluntern erzählt› von Martin Kreutzberg: www.fluntern-erzaehlt.ch.




Ausstellung vom 1. September 2018
«100 Jahre Grundsteinlegung Kirche Fluntern»

Ausstellung online

Der Quartierverein Fluntern zeigte am Jubiläumsfest der Kirchgemeinde Fluntern am 1. September (Programm-pdf) an den Kirchenführungen vom Grundstein bis zum Turm seine neue Ausstellung über die Grosse Kirche Fluntern, zu Planung und Entstehung, zum Bau von 1918 bis 1920 und zu den Umbauplänen im letzten halben Jahrhundert.
Viel Freude beim Betrachten der Ausstellungstafeln! (3 pdf, je rund 12 MB)
Lorenzo Käser, Martin Kreutzberg, Andreas Wildi






Denkschrift «Die neue Kirche Fluntern» 1922 digitalisiert

Kurz nach der Einweihung der neuen Kirche Flunterns 1920 wurde die Denkschrift
«Die neue Kirche Fluntern» von E. Fehr herausgegeben (1922)
.
Inhalt:
Sie beschreibt anschaulich und detailliert
- die Vorgeschichte zum Neubau-Entscheid
- die Ausschreibungen der Baukommission
- die Architektur-EntwĂĽrfe nahmhafter Planergemeinschaften wie
- die Ăśberlegungen zum schlussendlich definitiven Projekt von Moser
- die Baugeschichte
- die Einweihungsfeierlichkeiten
Wir freuen uns, den Interessierten diese Denkschrift als Digitalisat (pdf, 9 MB) verfügbar machen zu können.
Das Original in der Sammlung Käser ist eine Schenkung von Richard Limburg, Zürich.

Was ist Fluntern? –
Der genaue heutige Verlauf der Quartiergrenzen


Möchten Sie wissen, wo heutzutage die offiziellen Grenzen des Quartiers Fluntern verlaufen, klicken Sie auf diesen Planausschnitt (pdf) aus dem Online-Stadtplan der Stadt Zürich nach!
Aber vergessen Sie nicht die Geschichte dahinter! Fluntern schrumpfte um die Eingemeindung 1893 herum um 14 Prozent: Lesen Sie dazu unseren «Augenöffner»-Beitrag #6.

Fluntermer Höhen (Meter über Meer):
- 676 m.ü.M.: höchster Punkt ist die Escherhöhe im Zürichbergwald
- 436 m.ü.M.: tiefster Punkt ist das ‹Dreiländereck› Rämi-/Ecke Zürichbergstrasse
- 406 m.ĂĽ.M.: zum Vergleich das ZĂĽrichsee-Niveau


Von der Zentralen Zürichbergbahn 1895 zum 5er- und 6er-Tram nach «Kirche Fluntern» und «Zoo»

Die private Zentrale Zürichbergbahn (ZZB) führte seit 1895 vom Pfauen über die Zürichbergstrasse und Plattenstrasse zur Gloriastrasse. Grund für diese verwinkelte Streckenführung: die Uni-Physik (Rämistrasse 67) verbot wegen der Erschütterungen und der Störung elektrischer Messungen die Weiterführung auf der Rämistrasse. Ab Platte verlief die Strecke erneut anders als heute: hinter dem Rotkreuzspital hinauf über die V-förmige Moussonstrasse bis zur Gloriastrasse hoch; Grund: die ETH-Physik (Gloriastrasse 35) verbot wegen der Erschütterungen und der Störung elektrischer Messungen den Verlauf auf dem Gloriarank. Dies bedingte bis 1919 eine Spitzkehre auf Höhe Abgang Voltastrasse, um zum Vorderberg zu gelangen; an dieser unpraktischen Stelle ereigneten sich am 12.11.1929 und am 10.9.1930 schwere Tramunfälle. Die Weiterführung vom Vorderberg Richtung Zoo erfolgte 1924.
Ab Platte führte die ZZB weiter nordwärts über die untere Plattenstrasse im heutigen Spitalparkplatz Richtung Rigiplatz, mit einem kurzzeitigen Abstecher zum Polybähnli.
Erst ein Vierteljahrhundert später entstand der heutige Streckenverlauf: Ab Bellevue befuhr das Tram nun die gesamte Rämistrasse bis zur Tannenstrasse/Universitätsstrasse, und in der Mitte wurde 1938 die untere Gloriastrasse gebaut und über das Gleisdreieck mit der Rämistrasse befahren.
In unseren Galerien «einst & jetzt» sind zahlreiche historische Aufnahmen vom alten Linienverlauf zu entdecken (Link).

Historische Entwicklung der Fluntermer Tramlinien ab 1895 (L. Käser). Zum Vergrössen (pdf) Plan anklicken.

Die damaligen Stationen hiessen Sonnenbühl (auf Höhe ‹Zum Oberen Sonnenbühl, Zürichbergstrasse 4) und Phönix (Höhe Phönixweg/Hotel-Pension Phönix) (beide auf dem 1938 aufgehobenen Streckenabschnitt Zürichberg-/Plattenstrasse), Platte, Rothes Kreuz (später Rotkreuz, heute Platte), Nägeli Strasse (1919 aufgehobener Streckenabschnitt Moussonstrasse), Spitzkehre (später Häldeliweg, heute Voltastrasse), Mitte Gloria Strasse (später Gloriasteig, heute aufgehoben), Kirche Fluntern, Kraftstation (aufgehoben), Kueserplatz (später Toblerplatz), Zürichbergstrasse, Susenbergstrasse, Allmend Fluntern (später Zoo);
ab Platte nordwärts (ab 1938 über untere Gloriastrasse): Kantonsspital (heute aufgehoben), Tannen-Strasse (später Techn. Hochschule, heute ETH/Universitätsspital).


Geschichten und Geschichte aus dem Alltag – die Bilderrätsel «Augenöffner» zum Quartier Fluntern

Lorenzo Käser

Historisches zu Fluntern

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Wann Fluntern zum ersten Mal bebaut oder besiedelt wurde, ist nicht bekannt. Am Hinterberg fand man eine rund 4000 Jahre alte Steinbeilklinge und aus römischen Zeiten gibt es ein paar Münzen und Ziegel, die aber noch nicht auf eine Besiedlung schliessen lassen. Wahrscheinlich waren es Alemannen, die etwa von 500 n.Chr. an in die Gegend einwanderten.
Die erste schriftliche Spur findet sich im Zürcher Rotulus, einer Urkundensammlung des Grossmünsters aus dem Jahr 876. Darin ist vermerkt, dass der „Priester Comolt all sein Besitztum in Flobotisreine und in der Mark an die Kirche“ gibt. Flobotisreine wird als Rain des Flobot erklärt und als Ursprung des Namens Fluntern. Die Flobotstrasse erinnert heute noch daran.

Fromme Mönche und ein Restaurant

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Vom Geschlecht der Freien von Fluntern stammt das Wappen: in Blau zwei gekreuzte silberne Lilienstäbe. Rudolf von Fluntern – wohl ein aus Fluntern in die Stadt gezogener, begüterter Bürger - stiftete 1127 das Augustinerkloster St. Martin auf dem Zürichberg. Zum Kloster gehörten einige Äcker, Wiesen und Wasserläufe. Mit dem „Alten Klösterli“ beginnt die durch Urkunden belegte Geschichte von Fluntern. Das Kloster erfreute sich bei der Zürcher Bevölkerung grosser Wertschätzung. Sein Ende kam 1525 mit der Reformation. Güter und Einkünfte gingen zunächst an die Verwaltung eines eigens geschaffenen Zürichbergamtes, später in Privatbesitz über. 1778 standen nur noch der östliche und der südliche Flügel des einst schönen gotischen Kreuzganges. Die letzten Reste verschwanden, als 1810 anstelle des Südflügels ein Bauernhaus – das heutige Restaurant „Altes Klösterli“- gebaut wurde.

Vom Galgen und fremdem Kriegsdienst

Das Grossmünsterstift war im Mittelalter der wichtigste Grundbesitzer am Zürichberg. Nach 1300 erwarb es den Kelnhof, der ungefähr bei der heutigen Kreuzung Zürichberg-/Freiestrasse stand. Dort wurde zweimal jährlich, im Mai und im Herbst, das grundherrliche Gericht gehalten. Zur Verhandlung kamen nicht nur Straffälle, sondern auch zivile, landwirtschaftliche Probleme. Zum Tode verurteilte Straftäter wurden unterhalb des Susenbergs (bei den heutigen Spillmannhäusern, Freudenbergstrasse 92/94) gehängt.
Zur Zeit der Reformation befragte der Rat der Stadt Zürich auch die Bewohner der Landschaft über wichtige Geschäfte. So stand etwa 1521 der Abschluss eines Soldbündnisses mit Frankreich zur Debatte. Die Leute am Zürichberg wehrten sich vehement dagegen. Sie wollten „nicht Kinder erziehen, um sie nach Frankreich zu schicken.“ Drei Jahre später stimmten sie für die Aufhebung der Klöster und bekannten sich, trotz der Niederlage der Zürcher bei Kappel, zur Reformation, zum neuen Glauben.

Ehret einheimisches Schaffen

Die Zünfter – also die Gewerbetreibenden – von Zürich wussten sich im 14. Jahrhundert bestens gegen unliebsame Konkurrenz aus der Landschaft zu wehren: Neun steinerne Kreuzmarken, aufgestellt rings um die Stadt, steckten das Gebiet ab, in dem besondere Vorschriften für die Ausübung von Gewerbe, Handel und Niederlassung galten. Innerhalb dieser Zone durften nur Waren von städtischen Handwerkern verkauft werden, alle handwerkliche Arbeit mussten Mitgliedern der Zürcher Zünfte ausführen. Wer sich innerhalb der Kreuze niederlassen wollte, musste entweder Stadtbürger sein oder auf die Ausübung eines zunftpflichtigen Gewerbes verzichten.
Eines der neun Kreuze stand bei der Einmündung der heutigen Schneckenmannstrasse in die Zürichbergstrasse, eins auf dem Kreuzplatz in Hottingen und eins am Rigiplatz in Oberstrass. Die Strasse über den Zürichberg, die heutige Zürichbergstrasse, hiess wegen dieses Kreuzes „Kreuzgasse“. Sie war ein wichtiger Verbindungsweg nach Stettbach, Dübendorf und Greifensee. Berühmt wurde die Sanierung der Strasse im Hungerjahr 1587. Um für arbeitslose Familienväter, mittellose Hausfrauen und Mägde der Stadt einen Erwerb zu sichern, beschloss die Obrigkeit, den Übergang auszubauen. Bis zu 1800 Männer und Frauen arbeiteten an der Strasse. Für die Fluntermer Bauern bedeutete dies einen willkommenen, gut bezahlten Nebenverdienst: Sie karrten mit Pferd und Wagen Baumaterial herbei.

Schlachtgetöse am Zürichberg

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Kampfszene beim Central
Im Frühling 1799 rückten auf der einen Seite die Franzosen, auf der andern die Österreicher gegen Zürich vor. Der Zürichberg wurde zur stärksten Stellung ausgebaut, auf der Kuppe entstand ein eigentliches Fort. Die erste Schlacht bei Zürich brachte keine Entscheidung, sie bestand erstlich aus Einzelgefechten. Einmal soll eine Abteilung Grenadiere bis zum Schlössli auf dem Susenberg vorgedrungen sein. Beidseits forderten sie aber an die 6000 Tote: Franzosen, Österreicher und Russen. Schweizer waren an den Kämpfen nicht beteiligt.
Die Schanzen auf dem Zürichberg wurden in der Folge zum Teil wieder eingeebnet, 1799 dann für die 2. Schlacht erneut aufgebaut, aber nie vollendet. Heute erinnert das Schlachtendenkmal am höchsten Punkt des Hanslinwegs an die Kämpfe, etliche Überreste der einstigen Schanzen sind dort noch zu erkennen. Bei der ehemaligen Hochwacht, oberhalb des Rastplatzes an der Batteriestrasse beim Zoo, findet man Spuren der zweiten Befestigung.
Der Fluntermer Bevölkerung brachten die kriegerischen Geschehnisse vor allem Fronarbeit (für die Befestigungen), verwüstete Felder und Plünderungen. Ruhe trat erst nach der Niederwerfung Napoleons und mit dem Wienerkongress von 1815 ein. 1816/17 kam es zur letzten schweren Hungersnot in unserer Gegend.

Kosakenpferdchen an der Platte

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Nadeschda Suslova
1842 wurde das Kantonsspital eröffnet, 12 Jahre später die von Gottfried Semper erbaute ETH, in deren Südflügel für 50 Jahre die Universität einquartiert war. 1882 kam das Rotkreuzspital dazu. Die Platte – eben noch dörfliche Provinz - mutierte dank der vielen Studenten und Professoren zum Quartier Latin der Limmatstadt. Viel zu reden gaben die Russen: Zwischen 1872 und 1874 war ein Drittel aller Studierenden russischer Herkunft. 1867 promovierte Nadeschda Suslova als erste Frau an der Universität zum „Doctor der Medicin“. Die temperamentvollen Russinnen, von ihren Kommilitonen oft „Kosakenpferdchen“ genannt, wohnten in den zahlreichen Pensionen an der Platte, unter ihnen auch Rosa Luxemburg. Eine Plakette am Haus Plattenstrasse 47 erinnert an den Zürcher Aufenthalt der streitbaren Sozialistin. Doch auch professorale Prominenz siedelte bald in Fluntern: Zu ihr gehören mehrere Nobelpreisträger, Albert Einstein zum Beispiel oder Leopold Ruzicka, Paul Karrer und Tadeus Reichstein.

Zur Stadt gehörig

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Bestände des Stadtarchivs Zürich
Die zunehmende Verstädterung des Zürichbergs hatte Folgen: 1893 wurde das ehemals kleine Bauerndorf eingemeindet – jetzt gehörte es mit allen Rechten und Pflichten zur Grossstadt Zürich. Der obere Teil von Fluntern entwickelte sich immer mehr zum Ausflugsgebiet für die Städter, zahlreiche Gastwirtschaften und Ausflugsrestaurants boten Fluntermer Wein, Most oder Milch an. 1900 nahm das weithin sichtbare „Alkoholfreie Kurhaus Zürichberg“ seinen Betrieb auf (Vollpension pro Tag Fr. 3.—bis 3.50), ein Jahr später kam das Restaurant dazu. Beide wurden schnell zur guten Adresse. Die Eröffnung des Zoos 1929 bedeutete einen weiteren Meilenstein.
Und seither? Nach dem zweiten Weltkrieg wurde der Zürichberg sukzessive überbaut, zumeinst mit Villen, im untern Teil auch mit 3- oder 4-Familienhäusern. Doch Fluntern blieb grün: Alte Bäume und grosse Gärten sorgten dafür. Das änderte sich allerdings schleichend. Seit die Bodenpreise ins Masslose stiegen, werden die Grundstücke immer öfter bis zum letzten erlaubten Quadratzentimeter überbaut. Universität und ETH usurpieren mit ihren Büros zusätzlich wertvollen Wohnraum. Und mit dem Ausbau des Zoos sowie dem erweiterten Freizeitangebot auf dem Zürichberg hat auch der Verkehr erneut zugenommen. Dennoch: Fluntern zählt zu den reizvollsten Wohnlagen von Zürich. Das lässt ein bisschen Stolz auf unser Quartier schon zu.

Regine Kretz
Zusammengestellt aus: Fluntern – Vom Weinbauerndorf zum Stadtquartier am Zürichberg. Herausgegeben von der Zunft Fluntern aus Anlass ihres hundertjährigen Bestehens im Jahr 1995. Auslieferung über: Verlag Schippert AG, 8123 Ebmatingen.

Alles auf einen Blick

• Fluntern Agenda
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• Fotoausstellung «Die Platte einst & jetzt» 8.–27. Nov., Foyer NORD2, Unispital, Frauenklinikstr. 24
• Adventsapéro
DO 28.11.2019 18:00
: Quartierverein und Gewerbe laden ein! Unter den Vorderberg-Arkaden. Einladungsflyer.
• Bachs Klavierkonzerte SO 8. Dez. 17 h, Gr. Kirche Fluntern; Alena Cherny & orchester le phénix.
• Weihnachtssingen MO 16. Dez. 14.30 Uhr + DI 17. Dez. 18 Uhr, Gr. Kirche Fluntern
• 3 Konzerte im Sorell Hotel Zürichberg 27.–29. Dez.; Mitgliederrabatt
• ETH-Entwicklung DO 30.1.2020 18.30, ETH HG E 5

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• Verkehrsthemen – Tramstop Voltastrasse, Zoo: Velostreifen und Tramstop Voltastrasse im 2020 neu gebaut
• Philipp Schwartz (1894–1977): Gedenktafel und Fluntermer Ehrengrab
• Kantonsspital & Kultur: illustrierte Geschichte des Spitals in Fluntern.
• Galerien Fluntern einst & jetzt: über 60 Quartier-Ansichten
• Baum-Veteranen in Flunterns ‹Platte› und Hochschulgebiet
• multipleJoyce: James Joyce in Zürich, und Bezüge zu Fluntern
• ‹QuartierBar› der Quartiervereine Oberstrass & Fluntern an den Zürcher Wissenschaftstagen ‹Scientifica›
• GV/Jahresversammlung 2019 vom 18.6.2019 im Zoo Zürich. (Dokumente: Link)
• Neue Geschichten auf
www.fluntern-erzaehlt.ch

• Toblerplatz
• Mitgliederbrief 2018/2019
• Hochschulgebiet – Berthold
• Führung ETH Hönggerberg 8.5.2019
• Neujahrsapéro 6.2.2019
• «Fluntern.Frauen»: die neue Bildrätselserie 2019 vom ‹Augenöffner›
• «Wir werden überprüft»
• Unser Flyer zur Bedeutung und Leistung der Quartiervereine

• Der AdventsRätselKalender 2018 online und als pdf
• Fluntermer Karten zu den Augenöffner-Bildrätsel-Serien «Das Fluntern von 1893» und «Die Fluntermer Wappen im Zürcher Stadtbild»
• Ausstellung 100 Jahre Grundsteinlegung Kirche Fluntern vom 1.9.2018.
• Jubiläumsjahr 2018
125 Jahre Quartier Fluntern –
120 Jahre Quartierverein!
• Verkehrsthemen – Tramstop Voltastrasse, Zoo
• Unsere ‹Fluntermer›-Seite November 2019
• Quartierzeitung ‹Fluntermer›


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Fluntern erzählt

Was war, wie es war und wie es heute ist in Fluntern – über das Werden und den Wandel des Quartiers berichtet das elektronische Bilder- und Lesebuch "Fluntern erzählt". Anschaulich und mit vielen Bildern.

Möchten Sie das Projekt unterstützen? – Martin Kreutzberg, Hochstr. 99, 8044 Zürich, IBAN:
CH04 0070 0110 0015 5923 2,
Kt.Nr.: 80-151-4

 
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